Sep 19
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dirty laundry 2 thumb3357652 150x150 SEO Texte aus dem RamschladenHeute schreiben alle SEO-Texte. Für wenige Cents können diese zu jedem erdenklichen Thema erworben werden. Unzählige Praktikanten, Studenten und Freiberufler sind mit nichts anderem beschäftigt, als textliches Futter für die Suchmaschinen zu produzieren – allerdings in Masse statt mit Klasse. Wie leicht sich spammende Literatur im Internet jedoch identifizieren lässt, hat eine Software zur Aufspürung von Spam kürzlich professionelle Hotel-Bewerter spüren lassen.

„Mein Ehemann und ich haben einen schönen Urlaub verbracht“ – Eine Textpassage, wie sie in einem der vielen Hotelbewertungsportalen formuliert sein könnte. Mit den Schlüsselphrasen „Urlaub“ und „mein Ehemann“ fällt sie bei der Software jedoch als Spam durch, da natürliche Texter diese Begriffe selten in Bewertungstexten verwenden. Das US-amerikanische Forscher-Team überprüft per Sprachanalyse, welche Begriffe auf verdächtige Spam-Beiträge hinweisen. Ihr zufolge sind beispielsweise „Badezimmer“, „Check-In“ oder „Preis“ Begriffe, die natürliche Benutzer statistisch gesehen häufiger benutzen.

Eine technische Neuerung, die die Suchmaschinenoptimierer aufhorchen lassen sollte. Inzwischen werden zwar immer mehr SEO-Texte produziert, ob diese jedoch selbst einen Mehrwert für die Suchmaschinen darstellen, ist Nebensache, da sich nur wenige SEO-Texter mit der semantischen Interpretationsfähigkeit der Suchmaschinen beschäftigen. Damit laufen sie, vielleicht jetzt noch nicht, aber in Zukunft Gefahr, von den Spam-Erkennungs-Instrumenten der Suchmaschinen gefunden zu werden, wenn man bedenkt, dass schon jetzt Bewertungs-Texte auf ihre Echtheit hin überprüft werden können.

Die große Preisfrage lautet also: „Was ist ein guter SEO-Text?“. Sicher, ein schöner Schreibstil gefällt den Besuchern der Webseite und bietet einen Mehrwert, der auch gut für das Markenimage ist. Das sollte auf jeden Fall eine selbstverständliche Eigenschaft von Webseitentexten sein. Diese Maßgabe erklärt jedoch nicht, was einen guten SEO-Text so gut macht.

Denn was ist das Ziel? Der SEO-Text auf einer Landingpage soll in einem Rahmen von circa 250 Wörtern das Thema der Seite in allen seinen Facetten so platzieren, dass die Suchmaschine den Bezug zum Thema klar erkennt und ihn im Ranking entsprechend begünstigt. Dabei ist darauf zu achten, dass der Crawler den Inhalt des Textes schnell und korrekt erfassen kann. Denn jede dabei vergeudete Sekunde bedeutet für den Suchmaschinenbetreiber eine reale Geldverschwendung, da der Server sich mit unnötigen Dingen beschäftigen muss.

Ziehen wir also zunächst die offensichtlichen Vorgaben der Suchmaschinen heran. Es gilt, die passende Keyword-Dichte, die logische Gliederung und die Einzigartigkeit des Inhalts einzuhalten. Das ist inzwischen eine Binsenweisheit, die absolut einleuchtend ist.

Aber was geht über die Vorgaben der Suchmaschine hinaus? Natürlich wissen wir nicht im Detail, welche semantischen Fähigkeiten die Suchmaschinen inzwischen haben. Schließlich ist deren Weiterentwicklung die große Herausforderung, vor der jeder Suchmaschinenbetreiber steht und im Fall des Fortschritts einen echten Marktvorteil sichert.

Wir können hingegen annehmen, dass alle Maßnahmen eines Information Retrieval greifen. Hierzu gehört zum Beispiel das Stemming. Dabei werden alle Varianten eines Wortes auf einen gemeinsamen Wortstamm reduziert. Das Stemming bietet damit eine gute Möglichkeit, ein semantisches Wortfeld durch verschiedene Begriffsvarianten ökonomisch abzufragen.

Im Gegensatz dazu arbeiten viele Suchmaschinen mit der Technik der linguistischen Suche, die die Nachteile des Stemmings auffangen. Hierbei werden tatsächlich existierende Wortformen abgefragt. Ein Verfahren, dass sich gerade in der deutschen Sprache mit ihren zahlreichen irregulären Wortformen sehr anbietet.

Es sind also die Eigenschaften des Textes gefragt, die sich sprachwissenschaftlich gut identifizieren und bewerten lassen. Umgangssprachlich reden wir hier von den Merkmalen, die für den „guten Schreibstil“ verantwortlich sind. Diese lassen sich systematisieren und dem Bedarf entsprechend einsetzen. Natürlich ist es immer besser, natürliche Texte zu platzieren. Für das Monitoring sollten vorab jedoch Regeln erarbeitet werden, die die SEO-Texte im Nachhinein besser auf ihre Performance hin überprüfbar machen.

6.thumbnail SEO Texte aus dem Ramschladen

Über Christine Spies

Christine Spies bewirkt den Kawumba-Effekt mit Texten, die den nötigen Informationswert haben. Im Kopf immer beim guten Schreibstil und der Frage „Wie formuliere und platziere ich userfreundliche Webseiten-Texte, die auch Google gefallen?“