Aug 05
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internationles seo 279x300 Mehrsprachigkeit und SEO – Essentiell für die Internationalisierung – Teil 1Ein internationaler Auftritt ist für viele Onlineshops ein Muss, wenn es zum die Eroberung weiterer Märkte geht.  Aus diesem Grund internationalisieren immer mehr Onlinehändler ihren Webauftritt. Eine reine Übersetzung der Webseiten-Inhalte ist hierbei jedoch nicht ausreichend, um sich gegen die bereits bestehende lokale Konkurrenz zu behaupten. Daher führt kein Weg an internationalem SEO vorbei.

Mehrwert der Internationalisierung

Bestellungen aus dem Ausland machen laut dem EPayment-Barometer von Mai 2011 durchschnittlich bereits 18% der Gesamtbestellungen aus. Bei Onlineshops mit einem Umsatz über 500.000€ macht der Umsatz aus dem Ausland sogar 25% aus.  Man kann somit erkennen, dass sich ein internationaler Auftritt durchaus lohnen kann.

Was man aus SEO-Sicht bei der Internationalisierung beachten sollte, damit man Grundlegendes richtig macht, wird im Folgenden aufgeführt.

Umsetzung der verschiedenen Sprach- und Länderversionen

Eine sehr wichtige Frage am Anfang einer Internationalisierung des Webauftritts ist, wie die Inhalte für unterschiedliche Länder und Sprachen bereitgestellt werden sollen. Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Möglichkeiten. Die Vor- und Nachteile entstammen dem Google Webmaster Blog.

TLDs: Die verschiedenen Sprachversionen liegen auf länderspezifischen Domains. Deutschland .de, Schweiz .ch, Österreich .at und England .uk. Diese Methode kann man in den meisten Fällen empfehlen. Zum einen werden die verschiedenen Länderversionen sauber voneinander getrennt. Zum anderen sehen ausländische Kunden gerne ihre länderspezifische TLD in der URL. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Google die unterschiedlichen Domains den jeweiligen Ländern besser zuordnen kann. Bei Suchanfragen in den jeweiligen Ländern, werden dann primär die Inhalte der länderspezifischen Domain angezeigt.

Vorteile

  • eindeutige geografische Ausrichtung
  • der Server-Standort spielt keine Rolle
  • leichte Unterteilung von Websites
  • rechtliche Anforderungen (manchmal)

Nachteile

  • teuer (+ Verfügbarkeit)
  • mehr Infrastruktur
  • TLD-Anforderungen (manchmal)

Subdomains: Die unterschiedlichen Inhalte werden auf Sub-Domains einer Haupt-Domain abgelegt, also z.B. at.startseite.com für die österreichischen Inhalte oder auch en.startseite.com für die englischsprachigen Inhalte. In vielen Fällen sollte man bei einer solchen Vorgehensweise generische Domains (.com, .info, …) einsetzen und keine länderspezifischen Domains (.at, .fr, .de …). Bei einem mehrsprachigen Land, wie der Schweiz könnte man jedoch unter www.startseite.ch für italienisch die Subdomain www.it.startseite.ch und für französisch www.fr.startseite.ch einrichten.

Vorteile

  • leichte Einrichtung
  • kann geografische Ausrichtung in Webmaster-Tools verwenden
  • lässt unterschiedliche Server-Standorte zu
  • leichte Unterteilung von Websites

Nachteile

  • Nutzer können die geografische Ausrichtung u.U. nicht allein von der URL erkennen (steht “de” für die Sprache oder das Land?)

Pfad: Alle Inhalte werden unter einer Haupt-Domain abgelegt werden, also z.B. unter www.startseite.com/. Bei einer solchen Struktur muss man darauf achten, dass die jeweiligen Inhalte über ein Verzeichnis identifiziert werden können, also z.B. www.startseite.com/de/… für die deutschen Inhalte. Bei der Nutzung solcher Pfade kann es jedoch schnell zu Problemen kommen, wenn es sich um gleichsprachige Länder handelt. Wenn die Seiten www.startseite.com/de/ und www.startseite.com/at/ identische oder sehr ähnliche Inhalte haben, kann dies wiederum zu Duplicate Content führen. Dann kann es passieren, dass die Seiten von Suchmaschinen zusammengefasst werden, so dass einem deutschen Suchenden die österreichischen Inhalte angezeigt werden. Über die Google Webmaster Tools kann man diesem Problem jedoch entgegenwirken.

Vorteile

  • leichte Einrichtung
  • kann geografische Ausrichtung in Webmaster-Tools verwenden
  • geringe Wartung (gleicher Host)

Nachteile

  • Nutzer können die geografische Ausrichtung u. U. nicht allein von der URL erkennen
  • ein einziger Server-Standort
  • Unterteilung von Websites schwieriger

URL-Parameter: Bei dieser Variante wird für die mehrsprachigen Inhalte ein entsprechender Parameter angehängt z.B. www.startseite.com?loc=de&country=germany. Diese Vorgehensweise wird nicht empfohlen.

Vorteile

  • keine (nicht empfohlen)

Nachteile

  • Segmentierung auf Basis der URL ist schwierig
  • Nutzer können die geografische Ausrichtung u. U. nicht allein von der URL erkennen
  • geografische Ausrichtung in Webmaster-Tools ist nicht möglich

Oft hat man nicht die freie Wahl zwischen diesen Varianten und ist daher stark gebunden. Über die Webmaster Tools ist es jedoch möglich zusätzliche Einstellungen vorzunehmen um die Mehrsprachigkeit eines Webauftritts besser ausrichten zu können, wie dieses Video zeigt:

Webmaster Tools – Geographische Ausrichtung einer Website

Teilweise kann es vorkommen, dass in mehreren Ländern die gleiche Sprache gesprochen wird. Dies trifft z.B. auf Deutschland, Österreich und die Schweiz zu. Daher werden oft identische Inhalte unter verschiedenen URLs angeboten, was zu einem Duplicate Content Problem führen kann. Normalerweise stellt dies jedoch kein Problem dar, solange der Content an unterschiedliche Nutzer in verschiedenen Ländern gerichtet ist. Trotzdem wird empfohlen, auf die verschiedenen Nutzergruppen in den jeweiligen Ländern einzugehen und somit angepassten Content bereitzustellen.

Im zweiten Teil werde ich mich mit den Themen Sprachbarrieren und Linkbuilding befassen.

7.thumbnail Mehrsprachigkeit und SEO – Essentiell für die Internationalisierung – Teil 1

Über Sven Petersen

Sven-Christoph Petersen fühlt sich so richtig kawumba in der Suchmaschinen-Optimierung. Mit geübtem Blick hinter die Algorithmen ist er immer bei der Frage: „Wie bringe ich Unternehmen im Google Suchergebnis auf die Pole Position?“

  • Alexander Sibert

    Ich bin gerade an meiner eigenen Homepage dran mit Drupal 7. Da meine Domain nur für .de verfügbar ist, muss und will ich auf Pfade zurückgreifen. z. B. domain.de/en und die Basis ist ganz normal über domain.de (deutsch) erreichbar. Die Erkennung durch Sessions, Cookies, Browser-Einstellungen usw. funktioniert auch wunderbar. Nun ergibt sich bei mir noch die Frage, ich kann folgende Methoden fahren. Entweder pro Seite eine unterschiedliche URL z. B. aus domain.de/impressum wird domain.de/en/about-us oder domain.de/en/impressum … was hat sich hier nun als besser erwiesen?

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