Aug 14
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linkaufbau anfaenge Linkaufbau der ersten Stunde – wie alles begann„Ich finde deine Seite echt super, daher hab ich dich schnell verlinkt“. Eine Aussage, die jeden Webseiten-Betreiber mit Freude erfüllt. Und so sollte es auch sein. Warum ist es eigentlich inzwischen so schwer, ein Backlink-Profil zu optimieren?

Beginnen wir mit der Zeit, als Frames auf Webseiten noch das ganz große Ding waren. Damals in den ausgehenden 90er-Jahren präsentierten ehrgeizige Webbastler ihr Hobby, den Verein oder gleich ihre ganze Familie auf der selbst gebauten Webseite.

 

Im Thema vereint

In meinem Fall war es die Kunstgeschichte. Ich war es leid, bei der Suche nach Exkursionspartnern nur einen Zettel am schwarzen Brett aushängen zu können. Daher kam schnell die Idee, ein Forum zu gründen, in dem sich interessierte Kunstgeschichtler unabhängig von ihrem Studienort austauschen können. Man glaubt es kaum: Als StudiVZ und Facebook noch kühne Träume computerbegeisterter Nerds waren, haben sich Communites in sogenannten Foren versammelt. Eine Kommunikations-Form, die ganz früh den Gedanken von Social Media lebte.  Allerdings nützt das beste Forum nichts, wenn es von den Besuchern nicht gefunden wird. Der aufmerksame Leser vermutet es schon: An Google führt seit jeher eben kein Weg vorbei.

Der Link macht’s

Denn wie kommen die Kunstgeschichtler ins Forum? Damals ist mir schnell klar geworden, dass es nicht einfach ist, eine nicht internetaffine Zielgruppe zur Kommunikation in einem Forum zu animieren. Hier galt es, viele Besucher räumlich unabhängig über die Suchmaschine anzusprechen. Zum Glück hab ich von meinen damaligen Online-Mitstreitern den Tipp bekommen, dass es besonders wichtig ist, einen Link auf einer Seite platzieren zu lassen, die viele Besucher hat. Das hat gut funktioniert. Es kamen nicht nur viele Besucher in mein Forum, meine zunächst unbekannte Seite stieg schnell in den Suchergebnissen auf. Von den Begriffen „Backlink“ oder „Suchmaschinenoptimierung“ hab ich damals noch nichts gewusst und das ging nicht nur mir so. In Deutschland verzeichnet Google Insights for Search erst seit 2009 ein zunehmendes Interesse für den Linkaufbau.

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Vorsteinzeitliche SEO

Doch wie haben wir damals die potenziellen Backlink-Geber ermittelt? Searchmetrics, Sistrix und Co waren noch nicht erfunden und so musste der angehende Linkbuilder ganz banal über die Suchmaschine geeignete Webseiten recherchieren. Hilfreich war damals schon die Möglichkeit in Google, die Suchergebnisse nach Art der Seite zu filtern. Hier konnten wahlweise Foren, Blogs oder News gefunden werden. Die Kontaktaufnahme erfolgte dann über die thematische Nähe. „Ich gebe dir eine Plattform zum Präsentieren und bekomme dafür einen Link auf deiner Seite“. So einfach und effizient war das.

Ende der Nuller-Jahre sind die Webmaster damit längst zu Linkaufbauern geworden, ohne dass sie es überhaupt gemerkt haben. In dieser Zeit fanden auch in Deutschland die Begriffe zu den Tätigkeiten, die dazu nützen, eine Webseite bei den großen Suchmaschinen bekannt zu machen. Wer früher Freunde gefragt hat, ob diese eine Verlinkung spendieren würden, hat Suchmaschinenoptimierung betrieben, ohne es so zu nennen.

Jahre später – Mit der Quantität kam der Spam

Heute können wir mit den zahlreichen SEO-Tools vollkommen unkompliziert jegliche Möglichkeiten der Linkplatzierung ermitteln lassen. Die einfachste Variante ist es, einen Blick in das Backlink-Profil der Mitbewerber zu werfen. Leider können wir hier auch das Übel der SEO-Spam-Mail verorten. Erst als es möglich war, vollkommen unabhängig von der thematischen Ausrichtung möglichst viele Platzierungsmöglichkeiten zu ermitteln, bekamen das vor allem die Blogger zu spüren, die mit massenhaften Mails à la „ich habe soeben Ihre Webseite gesehen“ bombardiert werden. Das ist nicht nur für Webseiten-Betreiber ein Graus, sondern auch vollkommen ineffizient, da solche Mails ohnehin im Papierkorb landen.

Linkbuilding ist eben harte Arbeit

Viel sinnvoller ist es daher, sich wieder auf die frühen Jahre der unbewussten Suchmaschinenoptimierung zu besinnen. Der beste Backlink steht immer im thematischen Bezug zur jeweiligen Webseite und kann im besten Fall nicht von einem Mitbewerber einfach „kopiert“ werden. Nicht zu unterschätzen ist zudem, dass auch der Referrer-Traffic den Backlink als guten Backlink auszeichnet. Google hat das längst verstanden.

Heute weiß jeder, was ein guter Backlink wert ist und fragen wir uns doch mal selbst: Was muss ein Webangebot bieten, dass ich es auch freiwillig verlinken würde?

 

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Über Christine Spies

Christine Spies bewirkt den Kawumba-Effekt mit Texten, die den nötigen Mehrwert haben. Im Kopf immer beim guten Schreibstil und der Frage „Wie formuliere ich userfreundliche Texte, die Google auch gefallen?“