Mrz 07
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keyworddichte war gestern Keyworddichte war gestern!Viele SEOs und SEO-Agenturen machen bei der Optimierung von Landingpages den Fehler, zu großes Augenmerk auf die Keyworddichte zu richten. Ziel ist es, mit der Keyworddichte (oder Englisch „keyword density“) zu messen, wie gut oder schlecht eine Seite auf ein bestimmtes Keyword oder mehrere Keywords optimiert ist. Von einer optimal hohen Anzahl an Nennungen des Keywords verspricht sich der findige SEO einen Einfluss auf die Relevanzbewertung der Seite durch Suchmaschinen. Wie trügerisch diese Metrik allerdings sein kann und warum besser die tatsächliche Relevanz und nicht die Keyworddichte alleine untersucht werden sollte, will ich in diesem Posting klären.

Keyworddichte – was ist das eigentlich?

Die Keyworddichte ist schnell erklärt. Die Anzahl der Nennungen eines bestimmten Wortes auf einer Seite wird durch die Gesamtzahl der Wörter auf der Seite dividiert und anschließend mit 100 multipliziert, um einen hübschen Prozentwert zu erhalten. Wenn ein Keyword also fünf Mal auf einer Seite vorkommt und diese insgesamt 250 Wörter umfasst, berechnet sich die Dichte für dieses Wort wie folgt:

Unter Suchmaschinenoptimierern gilt eine Keyworddichte zwischen 3 und 5% als ideal, weil eine Seite so relevant genug für die Suchmaschinen ist, die optimierten Texte zugleich aber noch lesbar sind und nur bedingt spammig wirken. Warum das Schnee von gestern ist, erkläre ich im Folgenden.

Keyworddichte vs. Relevanz

Nicht ohne Grund werden die Keyworddichte und das Messen derselben von vielen SEOs als Mythos bezeichnet. Denn wenn es so einfach wäre, die Suchmaschinen-Algorithmen auszutricksen, dann wäre die Arbeit schnell getan. Vielmehr sind die Semantik von textlichen Inhalten und das Vorhandensein bestimmter Begriffe in relevanten Seitenelementen entscheidend. Auf einer gut optimierten Landingpage werden daher Begriffe aus einem Kontext an entscheidenden Stellen, wie beispielsweise dem title tag, der meta description, den Überschriften, Texten und Absätzen, Bildunterschriften und Alt-Attributen verwendet. Der Suchmaschine (die die einzelnen Elemente zudem unterschiedlich gewichtet) wird damit angezeigt, dass ein bestimmtes Keyword bzw. Thema für die jeweilige Seite relevant ist.

Das Trügerische dabei ist jedoch, dass eben diese wohl-optimierten Seiten genau wie Seiten, die bei der Analyse mit einem Tool, das lediglich die Keyworddichte ermittelt, eine relativ hohe Keyworddichte aufweisen können. Sie werden damit im schlechtesten Fall einem mit Keywords vollgestopften Footertext gleichgestellt. Um die Relevanz einer Seite verlässlich bewerten zu können, ist ein Tool nötig, das die einzelnen Seitenelemente untersucht und unterschiedlich stark gewichtet.

Relevanz einer Seite richtig ermitteln

Ein Tool, welches nicht nur die Keyworddichte ermittelt, sondern einzelne Seitenelemente und die Position der enthaltene Begriffe (Prominenz) untersucht, findet sich unter www.ranks.nl > Webmaster Tools > Page Analyzer. Leider ist es auch mit diesem Analyse-Tool nicht möglich, den semantischen Wert einer Landingpage zu ermitteln. Hier ist wohl weiter menschlicher Gehirneinsatz gefragt.

Eine Alternative dazu wäre vielleicht noch dieses LDA-Tool, das für eine bestimmte Webseite und bestimmte Keywords ermittelt, welche Begriffe der Seite hinzugefügt werden sollten, um gezielt die Keyword-Relevanz zu erhöhen. Diese Vorschläge basieren auf den top-platzierten Webseiten zu einem Suchbegriff und helfen dabei, die für die Suchmaschinen scheinbar relevantesten kontextualen Begriffe zu identifizieren.

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Über den Autor:
GerritvanLook 100x115 Keyworddichte war gestern! Gerrit van Look beschäftigt sich als SEO-Spezialist mit der On- und Offpage-Optimierung von Online-Shops sowie mit den technischen Aspekten bei der Suchmaschinenoptimierung.

  • http://www.deluxe-it.ch Muhi

    Danke für den Analyzer Tool. Der liefert aufschlussreiche Informationen.

  • Johny

    Also für einen Artikel gegen Keyworddichte kommt dieser Begriff verdächtig häufig im Text vor und dann schafft es der Artikel auch noch auf die ersten beiden Plätze bei Google… Wie kann das sein? :D

    • https://www.xing.com/profile/Nikolas_SchmidtVoigt Nikolas Schmidt-Voigt

      Hallo Johny,

      die Keyworddichte von “Keyworddichte” liegt in diesem Artikel bei etwa 1,3 Prozent, also noch um einiges niedriger als die Werte, die in der Regel als Richtwerte genannt werden.

      Die Aussage des Artikels ist aber ja, dass die Keyworddichte alleine kein guter Wert ist, um die Relevanz eines Textes für Google zu bewerten. Das heißt aber nicht, dass jeder Artikel, der gut rankt, eine schlechte Keyworddichte haben muss. Er kann natürlich immer noch eine Keyworddichte haben, die zufällig mit den Empfehlungen, die man manchmal hört, übereinstimmt. :-)

  • http://wwwthemathchannel-shazdehmath.blogspot.de/2012/08/problem-der-keyworddichte-keyworddichte.html Armin

    Hi,

    ist schon ganz richtig und wichtig was du darüber geschrieben hast.
    Jedoch fehlt noch ein ganz wichtiger Kritikpunkt der Keyw-dichte und zwar ihre Steigerung der Relevanz. Dieses Problkem ist meiner Meinung nach das größte Problem der Key-dichte und resultiert aus ihrer mathematischen Darstellung!

  • http://www.social-media-performance.de Moritz

    Moin,
    vielen Dank für das Page Analyzer Tool, kannte ich bisher noch nicht :)