Viele SEOs und SEO-Agenturen machen bei der Optimierung von Landingpages den Fehler, zu großes Augenmerk auf die Keyworddichte zu richten. Ziel ist es, mit der Keyworddichte (oder Englisch „keyword density“) zu messen, wie gut oder schlecht eine Seite auf ein bestimmtes Keyword oder mehrere Keywords optimiert ist. Von einer optimal hohen Anzahl an Nennungen des Keywords verspricht sich der findige SEO einen Einfluss auf die Relevanzbewertung der Seite durch Suchmaschinen. Wie trügerisch diese Metrik allerdings sein kann und warum besser die tatsächliche Relevanz und nicht die Keyworddichte alleine untersucht werden sollte, will ich in diesem Posting klären.
Keyworddichte – was ist das eigentlich?
Die Keyworddichte ist schnell erklärt. Die Anzahl der Nennungen eines bestimmten Wortes auf einer Seite wird durch die Gesamtzahl der Wörter auf der Seite dividiert und anschließend mit 100 multipliziert, um einen hübschen Prozentwert zu erhalten. Wenn ein Keyword also fünf Mal auf einer Seite vorkommt und diese insgesamt 250 Wörter umfasst, berechnet sich die Dichte für dieses Wort wie folgt:
Unter Suchmaschinenoptimierern gilt eine Keyworddichte zwischen 3 und 5% als ideal, weil eine Seite so relevant genug für die Suchmaschinen ist, die optimierten Texte zugleich aber noch lesbar sind und nur bedingt spammig wirken. Warum das Schnee von gestern ist, erkläre ich im Folgenden.
Keyworddichte vs. Relevanz
Nicht ohne Grund werden die Keyworddichte und das Messen derselben von vielen SEOs als Mythos bezeichnet. Denn wenn es so einfach wäre, die Suchmaschinen-Algorithmen auszutricksen, dann wäre die Arbeit schnell getan. Vielmehr sind die Semantik von textlichen Inhalten und das Vorhandensein bestimmter Begriffe in relevanten Seitenelementen entscheidend. Auf einer gut optimierten Landingpage werden daher Begriffe aus einem Kontext an entscheidenden Stellen, wie beispielsweise dem title tag, der meta description, den Überschriften, Texten und Absätzen, Bildunterschriften und Alt-Attributen verwendet. Der Suchmaschine (die die einzelnen Elemente zudem unterschiedlich gewichtet) wird damit angezeigt, dass ein bestimmtes Keyword bzw. Thema für die jeweilige Seite relevant ist.
Das Trügerische dabei ist jedoch, dass eben diese wohl-optimierten Seiten genau wie Seiten, die bei der Analyse mit einem Tool, das lediglich die Keyworddichte ermittelt, eine relativ hohe Keyworddichte aufweisen können. Sie werden damit im schlechtesten Fall einem mit Keywords vollgestopften Footertext gleichgestellt. Um die Relevanz einer Seite verlässlich bewerten zu können, ist ein Tool nötig, das die einzelnen Seitenelemente untersucht und unterschiedlich stark gewichtet.
Relevanz einer Seite richtig ermitteln
Ein Tool, welches nicht nur die Keyworddichte ermittelt, sondern einzelne Seitenelemente und die Position der enthaltene Begriffe (Prominenz) untersucht, findet sich unter www.ranks.nl > Webmaster Tools > Page Analyzer. Leider ist es auch mit diesem Analyse-Tool nicht möglich, den semantischen Wert einer Landingpage zu ermitteln. Hier ist wohl weiter menschlicher Gehirneinsatz gefragt.
Eine Alternative dazu wäre vielleicht noch dieses LDA-Tool, das für eine bestimmte Webseite und bestimmte Keywords ermittelt, welche Begriffe der Seite hinzugefügt werden sollten, um gezielt die Keyword-Relevanz zu erhöhen. Diese Vorschläge basieren auf den top-platzierten Webseiten zu einem Suchbegriff und helfen dabei, die für die Suchmaschinen scheinbar relevantesten kontextualen Begriffe zu identifizieren.
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Über den Autor:
Gerrit van Look beschäftigt sich als SEO-Spezialist mit der On- und Offpage-Optimierung von Online-Shops sowie mit den technischen Aspekten bei der Suchmaschinenoptimierung.
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Johny
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