Bei ca. der Hälfte aller Google-Suchanfragen in Deutschland, werden Treffer der Universal Search eingeblendet (Shopping , News, Blogs, Maps, Bilder, Videos). Die Universal Search Ergebnisse werden in den Ergebnissen immer präsenter. Die Google Produktsuche gewinnt daher ebenfalls an Bedeutung.
Für Online Shops wird die Google Produktsuche immer wichtiger. Circa ein Fünftel der Universal Search fällt bereits auf das Google Merchant Center. Zudem konnten Conversionsraten im zweistelligen Bereich über die Google Produktsuche erzielt werden.
Unterschiede zwischen Google Base und Google Merchant Center
Die Google Produktsuche hieß früher Google Base und jetzt Google Merchant Center. Neu ist, dass sich das Google Merchant Center ausschließlich an Händler richtet und dem Hochladen/Verwalten von Produkten dient. Bisher nutzte man dafür Google Base, welches auch weiterhin existiert, sich jedoch zukünftig auf Artikeltypen konzentriert, die sich nicht in das Google Merchant Center hochladen lassen, diese wären z.B. Jobs, Immobilien, Autos, Rezepte.
Somit ist das Google Merchant Center als eine Art Ableger von Google Base zu verstehen, welche sich auf eine bestimmte Gruppe von Artikeltypen konzentriert.
Nutzung des Google Merchant Centers
Zur Nutzung der Google Produktsuche muss nach folgendem Schema vorgegangen werden:
- Anlegen eines Google Kontos bzw. Verwendung eines existierenden Google Kontos
- Anmeldung beim Google Merchant Center – Die Anmeldung und Nutzung sind kostenlos
- Daten-Feed erstellen
- Daten per Daten-Feed an Google übermitteln
Daten-Feed erstellen
Die Datei, die alle Informationen über die zu übermittelnden Produkten enthält, heißt Daten-Feed. Um ein Daten-Feed zu erstellen, kann man diese per CSV oder XML einreichen. Zudem kann man auf die Programmierschnittstelle von Google (Google Base-Daten-API) zurückgreifen. Über diesen Weg, können die Daten automatisiert an Google übertragen werden.
Ein Daten-Feed besteht aus einer Gruppe von Attributen. Neben erforderlichen Attributen, die man zwingend angeben muss, empfiehlt Google weiterhin den Einsatz von sogenannten „Empfohlenen Attributen“. Grundsätzlich sollte man möglichst viele Attribute verwenden.
Erforderliche Attribute
- ID [id] – eindeutige Artikel-ID, die sich nach einer Aktualisierung des Daten-Feeds nicht ändern darf
- Titel [title] – max. 70 Zeichen, wichtige Keywords verwenden, die das Produkt beschreiben
- Link [link] – Produktlink zur Produkt-URL
- Preis [price] – Festpreise, keine variablen Preise, wie bei Flugtickets oder Auktionen
- Beschreibung [description] – max. 10.000 Zeichen, Beschreibung sollte Keywords enthalten
- Zustand [condition] – Beschreibt den Zustand des Produkts (neu, gebraucht, erneuert)
Empfohlene Attribute
- Bildlink [image_link]
- GTIN [gtin]
- Marke [brand]
- MPN [mpn]
Neben diesen Attributen existieren noch viele weitere. Eine vollständige Liste alle Attribute gibt es unter folgendem Link: Google Merchant Center – Daten Feed Attribute
Bilder sollten in voller Größe (400 x 400 Pixel oder größer) verwendet werden. Auf Thumbnails sollte verzichtet werden. Weiterhin sollte man, falls vorhanden, Produktbewertungen integrieren, da diese einen Mehrwert für die potentiellen Kunden darstellen. Grundsätzlich wird es empfohlen, umfangreiche Datenfeeds (ca. 6.000 Artikel) hochzuladen, da Google große Datenmengen zu Artikeln bevorzugt.
Rankingfaktoren für die Google Produktsuche
- Titel und Beschreibung – Stimmen die Keywords mit den Suchbegriffen überein, werden diese fett hervorgehoben
- Click-Through-Rate in der Produktsuche
- Größe des Datenfeeds – Möglichst viele Produkte über den Daten-Feed an Google übermitteln
- Aktualisierungsrate – Tägliche Updates werden empfohlen
- Bewertungen des Online-Shops – Durch doyoo, Ciao, Heise Online etc.
- Anzahl der gepflegten Attribute – Möglichst viele Attribute verwenden
- Verwendung von optionalen und benutzerdefinierten Attributen – Möglichst viele zusätzliche Attribute verwenden
Fazit
Wie bereits erwähnt, lohnt es sich für Online Shops, die Artikel über die Google Produktsuche zu bewerben. Damit kann zusätzlicher Traffic generiert und gute Conversionraten erzielt werden. Zudem wird es immer wichtiger, Inhalte zusätzlich für die Universal Search zu optimieren, um die Sichtbarkeit in den Suchergebnisseiten zu verbessern.
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