Jeder hat sie schon in der Hand gehabt: die Anzeigenblätter vom Supermarkt um die Ecke mit den aktuellen Sonderangeboten der Woche. Das Konzept ist schon lange offline erfolgreich und ist jetzt dank Google WeeklyAds auch digital für AdWords-Kunden direkt in der SERP verfügbar. Aber natürlich ist die Idee nicht neu – nur eben anders.
Was bringt der Schweinebauch mit?
Das Angebot spricht beispielsweise Supermarktketten an, die sich durch ein wechselndes Sortiment an Food- und Nonfood-Angeboten auszeichnen. Stationäre Händler erhalten eine eigene Website, die Angebote interaktiv und personalisiert ausliefert. Ähnlich wie die bekannten Faltblättchen im Briefkasten ist auch diese Website grafisch schlicht gehalten: Plakative Farbwelten, prominent platzierte Preisauslobungen und schlichte Produktabbildungen.
Doch die digitale Schweinebauch-Werbung kann noch mehr. Die Reihenfolge der Angebote kann individuell auf die Vorlieben des Nutzers angepasst werden. Was er sucht, verrät er über die Suchanfrage, über sein Surfverhalten oder schlicht über seinen Standort. Die jeweilige nächste Filiale wird prominent im Header der Seite angezeigt; selbstverständlich auch anhand von Google Maps. Google bietet darüber hinaus eine optimierte Darstellung auch für Smartphones oder Tablets.
Die Idee ist nicht neu
Portale wie kaufda.de oder einkaufaktuell.de bieten schon länger eine Sammlung an aktuellen Angebotsblättern aus der Region. Der Nachteil: Jede neue Plattform muss sich erst noch etablieren, Googles Wochenangebote profitieren von der Marktführerschaft als Suchmaschine. Der Nutzer muss sich nicht an eine neue Plattform gewöhnen oder extra ein Portal besuchen – er kann seine Suchanfrage, wie er es gewohnt ist, über die Google-Suchmaschine äußern.
Verknüpfung mit Google AdWords
Die Verknüpfung bietet gleich zwei große Vorteile:
- Für den stationären Händler, der sowieso schon Google AdWords betreibt, ist es einfacher, die Weekly Ads in seinem Konto hinzu zu buchen, als erneut ein weiteres Tool zu bedienen, das ebenfalls klickbasiert abgerechnet wird.
- Dazu kann er über ein entsprechendes Gebot bei AdWords einen der zwei begehrten Anzeigenplätze über der SERP gewinnen und somit prominent noch vor den organischen Suchergebnissen erscheinen. Eine Suchanfrage nach Nivea Creme im Angebot lieferte mir beispielsweise das nebenstehende Ergebnis: Real platziert sich über die Google Adwords Wochenanzeige noch vor kaufda.de
Einschränkungen und Ausblick für die WeeklyAds
Bisher sind für die Nutzung der Google Wochenangebote übrigens 1 Millionen Google-AdWords-Klicks pro Quartal notwendig. Das schließt also aus, dass sich auch kleine stationäre Händler mit einer solchen Seite präsentieren können. Ob das ein langfristiger Wunsch von Google ist oder nur die Einführungsphase erleichtern soll, wird sich zeigen. Nutzbares Potential besteht auf jeden Fall auch für kleinere regionale Händler, vor allem weil diese die zusätzliche Sichtbarkeit im Normalfall gut brauchen können. Und auch Tante Emma um die Ecke hat schließlich das ein oder andere Angebot, welches in genau diesem Moment das ist, das der User sucht.
Ich kann mir auf jedenfall vorstellen, dass das Konzept gut ankommt und noch viele Potentiale birgt. Nicht nur dadurch, dass auch kleinere Händler eingebunden werden, sondern vielleicht durch Verknüpfungen zu anderen Kanälen. Verbreitungsmöglichkeiten in Social Media wären eine Möglichkeit, eine andere vielleicht die Abfrage von E-Mail-Adressen für eine Benachrichtigungsfunktion, wenn ein bestimmtes Produkt wieder mal im Angebot ist.
In Deutschland sind die ersten Kandidaten für die Google Wochenangebote REAL und die METRO Cash & Carry Gruppe:
Zu den WeeklyAds von METRO Cash&Carry
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Bea

