Mai 15
Ob ein Online-Shop erfolgreich für Suchmaschinen optimiert werden kann, hängt entscheidend vom verwendeten Shopsystem ab. Wie ich schon in dem Artikel “Warum SEOs manchmal nerven (müssen)” geschrieben habe, betrifft SEO die Kernfunktionen eines Shopsystems. Darum lässt sich der Shop umso besser für die Suchmaschinen optimieren, je besser das Shopsystem bereits in seinem Kern darauf ausgerichtet ist.
Natürlich unterstützt nicht jedes Shopsystem jede Maßnahme in gleicher Weise. Deshalb ist es für den SEO sinnvoll, sich einen Überblick über die Funktionen eines Shopsystems zu verschaffen. So kann er einige Maßnahmen entweder so entwerfen, dass sie sich mit möglichst geringem Aufwand umsetzen lassen, oder Erweiterungen des Shopsystems vorschlagen, die den Entwicklern später Arbeit sparen.
In diesem Artikel will ich deshalb drei Fragen vorstellen, die man als SEO an ein Shopsystem stellen sollte, bevor man konkrete SEO-Maßnahmen für einen Shop vorschlägt, der auf diesem System aufsetzt. Weiterlesen »
Apr 17
Die Front-End-Performance einer Webseite lässt sich durch kaum ein Mittel so stark beschleunigen, wie durch ein funktionierendes Caching im Browser. Schließlich lädt ein Browser eine Webseite immer noch am schnellsten aus seinem eigenen Cache. Zudem verringert das clientseitige Caching die Serverlast, weil der Browser viele Anfragen an den Server gar nicht erst stellen muss.
Wie muss der Server aber konfiguriert sein, um clientseitiges Caching zuzulassen, und wie lässt sich der Browsercache überhaupt steuern? In diesem Artikel will ich einen kurzen Überblick, über die wichtigsten Möglichkeiten geben. Weiterlesen »
Apr 05
Paginierungen stellen für die Struktur vieler Webseiten ein Problem dar, das häufig unterschätzt wird. In der Regel begnügen sich Webmaster damit, Duplicate-Content auf Folgeseiten zu vermeiden (wie man das macht, habe ich in einem früheren Artikel beschrieben). Sie übersehen aber die massiven Strukturprobleme, die jede Paginierung mitbringen kann und die Googles Crawler unnötig ausbremsen.
Die Probleme, die durch Paginierungen auftreten können, lassen sich leicht an einem Beispiel verdeutlichen:
Stellen wir uns vor, ein Blog besteht seit fünf Jahren. In jeder Woche wurden zwei Artikel veröffentlicht. Dann befinden sich mittlerweile 520 Artikel in dem Blog. Wenn auf jeder Übersichtsseite 5 Artikel angeteasert werden, besteht die Paginierung mittlerweile aus 104 Folgeseiten. Per Default verlinkt WordPress immer nur auf die nächste und auf die vorige Seite. Solange diese Standardeinstellung nicht angepasst wurde, finden Crawler die ältesten Artikel erst auf der 104. Ebene dieser Webseite! So tief crawlt Google selbst Webseiten, die extern bestens verlinkt sind, nur selten.
Die übliche Empfehlung lautet, eine größere Anzahl von Folgeseiten zu verlinken. Das kann man aber auf mehrere unterschiedliche Arten tun, und für welche man sich entscheidet, hat starken Einfluss auf die Struktur der Webseite. Ich möchte deshalb drei geläufige Arten vorstellen und sie in Hinblick auf die Tiefe der Verlinkungen und die Verteilung des Page-Ranks innerhalb der Liste vergleichen.
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Mrz 19
Auf der SEO-Campixx am letzten Wochenende habe ich einen Workshop über Requirements Engineering für SEOs angeboten. Die Zahl der Teilnehmer und die angeregte Diskussion haben mir gezeigt, dass dieses Thema viele SEOs bewegt. So konnte fast jeder, mit dem ich mich während der Campixx unterhielt, von Projekten berichten, denen zwar ein fachlich gutes SEO-Konzept zu Grunde lag, aber in denen sie die SEO-Anforderungen nicht optimal umsetzen konnten.
Die Ursachen für die fehlerhafte Umsetzung waren vielfältig. Vielen Problemen lag aber eine mangelhafte Dokumentation der SEO-Anforderungen zu Grunde. Die SEO-Anforderungen waren entweder unklar formuliert oder Modifikationen, die später im Projekt hinzukamen, wurden nicht ausreichend berücksichtig. Bei anderen Projekten hatten sich die SEOs nur unzureichend mit dem Systemkontext auseinander gesetzt oder ihre Anforderungen schlicht so unübersicht dokumentiert, dass Entwickler und andere Projektbeteiligte sie nicht überblickten.
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Dez 27
E-Commerce könnte so einfach sein: Das Konzept für den neuen Online-Shop ist fertig und vom Kunden abgenommen, die Entwickler erstellen daraus eine funktionierende Webseite, und wenn der Shop einige Wochen später online geht, sorgt das Online-Marketing dafür, dass Besucher auf die Seite kommen. E-Commerce könnte tatsächlich so einfach sein, wenn sich nicht irgendwann die Suchmaschinenoptimierer einmischen würden und auch noch ein paar Anforderungen hätten.
Wenn wir SEOs in ein Projekt einsteigen, verursachen wir allen Beteiligten einen Haufen Arbeit. Wir wollen in das Design hässlichen Fließtext einbinden, stellen technische Anforderungen, für die das komplette Shopsystem umgebogen werden muss, und hinterfragen die Umsetzung jedes halbwegs interessanten Features.
Aber warum ist das so? Sollte es nicht völlig ausreichen, wenn SEOs einfach dafür sorgen, dass der Shop besser rankt? Müssen wir dafür unbedingt das ganze Projekt auf den Kopf stellen?
Es wäre natürlich auch uns SEOs lieber, wenn wir uns in unser stilles Kämmerlein zurückziehen könnten, um ein bisschen SEO zu machen, und der Shop würde hinterher perfekt ranken. Leider funktioniert SEO nicht per Voodoo (auch wenn ihm dieser Ruf manchmal anhängt), und so kann man als SEO nicht immer vermeiden, seinen Kollegen mehr Arbeit zu verschaffen, als sie sich erhofft haben.
Was sind aber die Gründe hierfür? Weiterlesen »
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